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Von Prosa und Poesie
#2

Folgende Geschichte erzählte Roan einst Loore und Selenne und nun Kim:

Zitat:
Die verfolgte Herzogin

Es lebten einst in einem fernen Land ein Herzog und seine Gemahlin. Ihrem Lehen ging es gut, sie waren mit drei Kindern beschenkt und auchzwischen ihnen sah es gut aus. Während er die beiden Söhne mit zur Jagd nahm, zeigte sie der Tochter in der Freizeit, wie man stickt oder besuchte ein paar Freunde. Wollte jedoch das Paar unter sich sein, so ritten sie gemeinsam aus und schauten sich die Wiesen und Wälder an.

Und so kam es wieder, dass sie ausritten. Mit getrappel ging es durch einen hübschen Wald. Doch als der Abend dort anbrach, nahmen beide hinter sich einen Schemen war, welcher ihnen folgte. Beide gaben sie ihren Pferden die Sporen, aber auch der Schemen wurde schneller und so holten sie alles aus ihren Pferden raus, zu was sie im stande waren. Das Pferd der Herzogin schaffte dies schließlich nicht mehr und stürzte, mit ihm die Herzogin. Sie stieß sich den Kopf und um sie wurde es schwarz.

Als sie schließlich erwachte, war sie allein. Nicht einmal ihr Pferd lag oder humpelte dort. Sie sah sich um um suchte den richtigen Pfad. Und so kam es, dass sie jene vermummte Gestalt sah, welche mit schnellen Schritten auf sie zukam. In der rechten Hand eine blutige Sichel. Instinktiv floh die Herzogin vor jener Gestalt und atmete erleichtert durch, als sie das Wiehern eines Pferdes hörte. Schnell rannte sie in die Richtung, von wo sie das Geräusch wahrnahm. Noch erleichterter war sie, als sie es schließlich fand und den Reiter sah. Sie erkannte ihn als ihren Gatten und so lief sie zu ihm. Zu ihrer Überraschung sah er sie erst irritiert an. Nach wenigen Augenblicken kam das vermummte Wesen auch schon so nah, dass sie es vom Pferd her sehen konnten. Es schrie und dieser Schrei hatte ncihts menschliches an sich. So besann sich der Reiter, griff nach der Hand der Herzogin, zog sie auf sein Pferd und ritt mit ihr davon.

Sie kamen zu Hause an und sie erkannte ihr Heim, die Gemälde, die Einrichtung, jedoch nicht die Leute. Es waren ganz andere Bedienstete. Doch sie fragte nicht, zu glücklich, war sie wieder zurück zu sein. Der Herzog brachte die Herzögin in ein gemütliches Zimmer. Sie solle sich ausruhen und er werde sich um alles kümmern. Nach einiger Zeit kehrte er zurück, bei sich ein paar Leute in Robe und ein paar in Rüstung. "Das ist deine Eskorte. Wir gehen nochmal in den Wald und ich möchte, dass du uns zeigst, wo du die Gestalt das erste Mal sahst. Keine Sorge, wir passen gut auf dich auf. Es wird dir kein Leid geschehn". Eher etwas zögerlich willigte die Herzogin ein und sie machten sich auf den Weg in Richtung Wald.

Als sie schließlich im Wald ankamen, machten sie sich auf die Suche nach jener Stelle. Die Eskorte verhielt sich seltsam. Sie zauberte, untersuchten den Ort und bereiteten dann schließlich sowas wie ein Ritual vor, doch den Herzog schien dies nicht zu stören. Das war auch der einzige Grund, warum sie ruhig blieb. Nachdem sie den Ritus vorbereitet hatten, streuten sie einen Kreis von Pulver um den gesamten Platz. Herzog und Herzogin begaben sich gemeinsam in die Mitte und warteten. So geschah es schließlich, dass der Vermummte wieder erschien. Er wandte seinen Kopf zu ihr und stieß ein weiteres Mal seine Schreie aus, welche von seinem Verlangen nach ihr zeugten. Der Herzogin kroch das Unbehagen bis zum Hals und schnürrte ihr die Kehle zu, während der Mann neben ihr sein Schwert zog und dieses mit einem leuchtenden Öl bestrich, so dass die Waffe selbst zu leuchten begann. Reges drakonisches Gemurmel verließ die Münder der berobten Leibwächter, just in dem Moment, da das Wesen den vom Pulver abgegrenzten Bereich betrat. Es schrie erneut auf, aber nun konnte die verängstigte Frau neben Verlangen auch Schmerz hören. Die blutige Sichel vor sich gestreckt torkelte es mit gierigen Augen auf sie zu. Doch noch bevor eine Berührung möglich war, stieß der Herzog mit dem Schwert nach vorne und verwickelte den Sichelkämpfer in einen Nahkampf. Es war nicht einfach, aber zusammen besiegten sie das Wesen und beendeten seine Existenz. Danach ritten sie wieder heimwärts.

Wieder an der Burg angekommen zahlte der Burgherr die Söldner aus und bedeutete der Herzogin ihm zu folgen. Sie gingen über die Gärten zum Familienfriedhof. Der junge Mann sah sehr ernst drein, als er sich schließlich wieder zu ihr wandte und anfing zu reden. "Ich erkannte dich von einem Gemälde, auch dein Reitunfall war mir bekannt. Dieser geschah vor mehreren Generationen. Das Wesen, das dich verfolgte war ein Geist, welches sich schon seit langem von anderen Geistern nährte um stärker zu werden. Dazu musste er erst dafür sorgen, dass jemand starb und es traf dich. Ich bin dein Urenkel und dies ist deine Ruhestätte, direkt neben deinem Gatten". Der Mann, der ihrem Mann so gleichte, deutete auf zwei ältere Gräber, welche ihren Namen und den ihres Mannes trugen. Die Herzogin sah erst verwirrt, dann gequält zu ihnen herunter. "Tot? Ich? Aber ich bin noch hier, doch wo ist mein Gatte, ich......Was soll ich nur machen?" Voller Mitleid wurde sie von ihrem Urenkel umarmt. "Alles was du tun musst, ist hinübergehen. Dein Mann wartet bereits auf dich. Nun, da du weißt, dass du tot bist kannst du es. Fürchte dich nicht. Der Tod ist nicht das Ende". Von seinen Worten getröstet nickte sie und plötzlich erstrahlte alleine für sie sichtbar ein helles, warmes Licht und in der ferne konnte sie ihren Mann schon sehen. Er schaute sie lächelnd an und streckte seine linke Hand nach ihr aus. Mit Freudentränen rannte sie ihm entgegen.

Kim schien von dieser Geschichte sichtlich mitgerissen.

((Inspiririert von Supernatural....irgendwo in der ersten Staffel.))
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Von Prosa und Poesie - von Ashes - 20.06.2021, 12:15
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