Server "server.amdir.de" Online - Spieler: 0/60


Wind in den Schatten
#21

2023-01-30 In Keara Refugium nach Verches Tod

Keara hatte sich nie Gedanken darüber gemacht, wie sich das Fell von Seehunden anfühlte. Jetzt wusste sie es. Ob sie durch diese Erfahrung bereichert war, blieb unwichtig für den Moment. Warum ihr genau dieser Moment so in Erinnerung war, obwohl sie viele andere während des Kampfes an Board von Verches Flagschiff Flottenbruch erlebt hatte, war unklar. Schwer zu sagen… Verches war tot. Wie sich das anfühlte? Auch schwer zu sagen… einerseits ein gewaltiger Triumpf… „Valgard, Schild Amdirs!“ andererseits bittersüß durch die Anwesenheit der Mirhavener und dann wieder glorreich und fantastisch durch ihre siegreiche Rückkehr nach Valgard.


Wie Keara sich darauf freute nach diesem Kampf vor den Seneschall Valgards zu treten.

Und wie sehr sie sich auf die Messe nach ihrer Rückkehr im Tyrannischen Heiligtum freute!

Und dann wieder… wie durch einen Schleier des Hasses aus schneidend klaren und kalten Gedanken, einzig getrieben von dem Ziel Valgard für Tyrannos nicht zu verlieren. Valgard nicht verloren zu haben! „Valgard, Schild Amdirs!“ Eine Last, die von ihren Schultern genommen wurde, eine andere blieb. Ihr Schwert Zukunft und ihr heiliges Symbol waren nicht an Board der Flottenbruch, Verches Flagschiff, gewesen.

Aber es war auch ein Moment des Durchatmens und Kraftschöpfens, als sie ihr Refugium betrat, sich für die Medidation vorbereitete und schließlich aufrecht und glücklich den Weg zu ihrem sicheren inneren Ort ging.
Zitieren
#22

Nach der Schlacht und der Versorgung ihrer eigenen Wunden half der Kap. bei der Versorgung der anderen Verwundeten, doch war sie mehr als froh mit einem der noch seetauglichen Schiffe alsbald zurück zur Danliathol und ihrer Mannschaft gebracht zu werden. Nachdem sie sich überzeugt hatte, dass es beiden gut ging, wurden die Segel mit der Sturmwasserbucht als Ziel gesetzt.

Dort angekommen suchte man sich einen Überblick zu verschaffen. Vor allem suchte Luca in den Wirren aber noch dem Verbleib eine bestimtme Trophäre Verches, die dieser sich geraubt hatte: einem Schwert, das ihren informationen nach einst hinter dem Großadmiral im Ratssaal hing. Luca hoffte, die Klinge zu finden und in ihren Besitzt bringen zu können. Die eigentliche Besitzerin würde vielleicht für die Rückgewinnung der Waffe zahlen .... zum Beispiel mit nicht mehr als einem Rumkrug voller Harz? Wie immer war Luca mehr als bescheiden in ihren Forderungen.

Die Neuordnung des Rates verfolgte sie als Zuschauerin aus der Menge heraus; es war die Abschaffung der Sklaverei, die ihr am meisten bedeutete.

Das Schicksal der "Lucas Gunst"? Luca war schon auf der Suche nach genug Brandöl, als ihr eine andere Idee kam: sie würden das Schiff reparieren und dann an ein Handelshaus zu verkaufen suchen. Der Gewinn sollte der Rat nutzen, um den freigelassenen Sklaven, die eine Passage zurück in ihre Heimat suchten, das zu ermöglichen. Allein das Holzschild mit dem Schiffsnamen sowie die alte Bugfigur sollten am Strand der Bucht Nahrung für ein großes verzehrendes Feuer bei einer nächtlichen, rumgetränkten Feier werden. Eingeladen waren alle Helden des Kampfes, die kommen würden. Luca war sich aber sicher, Tork würde die nächsten drei Jahre keine Planke mehr betreten wollen.

Den Diplomatenbrief sandte sie mit einem Begleitschreiben an Mirhaven zurück. Darin schrieb die Stimme der See vom Vollzug ihrer Aufgabe, was sie aber ohne die Mithilfe der namentliche erwähnten anderen Helden nie geschafft hätte: Dank gebühre also allen zusammen als Gruppe. Die weiteren förmlichen Worte dienten im Grunde nur dem Zweck, dass man Luca hoffentlich nicht nochmals als Diplomatin einsetze - es gab nicht einmal genug Rum zum Trinken bei diesem Unterfangen.

Als sich die etwas später die Tagesabläufe wieder soweit beruhigt hatten, saß der Kap. alleine unter Deck und schlug ein dickes, verstaubtes und abgenutztes Büchlein auf. Sie suchte die erste leere Seite und begann dort hineinzuschreiben: "einen dämonischen Kapitän zur Strecke gebracht ..... einen Erfolg gegen die Sklaverei errungen .... Mannschaft und Schiff bisher sicher durch alle Abenteuer, Schlachten und Stürme gebracht". Beim Nachlesen strich sie das Wort "Kapitän" und schrieb "Admiral" darüber.

Luca lehnte sich im Stuhl zurück und kaute nachdenklich auf der Schreibfeder herum. Jetzt wo alles vorbei war, war ihr gerade klar geworden, dass sie ihre Ziele soweit erreicht hatte. Und damit hatte sie auch alle Anforderungen erfüllt, mit denen sie eines Tages von ihrer Mutter Bes die "Windige Braut" fordern konnte. Aber war sie eigentlich schon bereit dazu, zu ihrem letzten großen Abenteuer aufzubrechen, zu den Tränen Selunes? Den Schatz der Kristallpiraten im Sternenhimmel zu finden? Und wenn noch nicht ....

..... was sollte sie jetzt und bis dahin tun?
Zitieren
#23

... noch etwas später setzte Luca neben dem Wort "Admiral" noch ein "Groß-" dazu.
Zitieren
#24

Die Besitztümer des gefallenen Großkapitän Grandvallimos wurden noch über längere Zeit geordnet werden. Magil war derzeit an zweierlei Front beschäftigt. Einerseits dem Verbleib von Griffos Flaggschiff, andererseits die Aufarbeitung der ganzen, zum Großteil kodierten, Geschäftsbücher. Was das Schwert anging, welches im Ratssaal gehangen hatte, war die Suche aber recht einfach gewesen. Es hing immer noch dort. Eil’ir befand es selbst auch für »eine Beleidigung guten Geschmacks«, weshalb er das Ding Luca bereitwillig überließ. In der neuen Ratshalle sollte kein Platz sein für so klobige Prügel!

Lucas Wunsch bezüglich des Spottschiffes wurden respektiert. Da die Piratenbucht mittlerweile über eine der besten Werftanlagen der Insel verfügte, würde das vorherige Sklavenjägervehikel umfunktioniert werden. Die Figur, eine etwas entfernt an Luca erinnernde Umberlee Furie, samt der Namensplakette wurden in einem feierlichen Umzug zum nächtlichen Strand getragen. Womöglich für Ferdinand auch besonders wichtig, da an dem Strand viele Opfer ruhelos geblieben waren, solange ihr Peiniger auf freiem Fuße (oder Quallenärmchen) gewesen war.
Show Content

Fürst Andreas Thensen nahm wohlwollend den Erfolg der mîrhavener Gesandtschaft zur Kenntnis und sprach sein Lob aus. Zumindest Lucas Stand als Stimme der See schien aus Sicht des neuesten Thensen damit gefestigter. Vielleicht waren nicht alle Entscheidungen seiner missratenen Schwester falsch gewesen.
Zitieren


Gehe zu: