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Krankheit oder Fluch

Es gab noch eine angenehme Überraschung auf der Rückreise. Chiwja hatte Arias weggewehten Hut gerettet und ihr wieder übergeben. Sie musste also nicht ihren Vorrat an Ersatzhüten anbrechen.

Wieder zuhause bemerkte sie beim Sand abklopfen, dass da drinnen Schuppen waren. Nach einer langen Reise durch die Wüste hatte sie eine Haarwäsche natürlich bitter nötig, aber es waren nicht ihre eigenen. Es waren regenbogenfarbend schillernde Echsenschuppen. Ein Stück von Chiwjas wahrer Form? Ein Geschenk, wie die Phönixfedern?

Vielleicht hatten die ja auch besondere Eigenschaften, wie die Federn. Sie würde eine davon behalten und sich ans Hutband stecken, die anderen Schuppen übergab sie an Lueith, die mehr Ahnung davon hatte, magische Sachen zu untersuchen. Sie selbst würde in ihrer Freizeit in der Bibliothek stöbern, ob es vergleichbare Sagengestalten zum Phönix mit Echsen-Motiv gab.

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Ferdinand kam spät zur Feier, aber seine Untersuchungen waren damit nicht weniger wertvoll.
Dass der Zusammenhang von gesprochenem Elfen-Wort und neuen Würmchen bestand, konnte man so festhalten. Kurzzeitig danach hatte Lueith noch etwas heftiger Husten müssen und mehr Blut und Bernsteinfragmente hervorgewürgt.

Das Stückchen Lunge konnte man erhalten mit der nötigen Magie und/oder Umgebung.
Gewöhnliche Heilmagie, wie bei einem Wunden-Zauber, hatte keinen Einfluss. Die Würmchen wackelten weiterhin daran entlang und wirkten unbeeindruckt.
Bei einer Heilung und Krankheit Kurieren sah das anders aus. Wie ein Wurm ging ein Ruck durch die Sammlung des Getiers, das sich danach einrollte und … schlief? Es wirkte wie eine Art Stasis. Keine Regung mehr, fast wirkten sie tot. Entgegen der intendierten Wirkung sonderten sie sich allerdings nicht von der Lungenprobe ab.
Es dauerte Tage, irgendwo zwischen 5 bis 10, bis man die Veränderung als abgeschlossen bezeichnen konnte. In diesem Zeitabschnitt geschah zweierlei. Asexuell begannen sich die Würmer zu verdoppeln, zu zerteilen und den Hort zu mehren, so dass die Probe nun völlig überschwemmt war damit. Aufgrund der schon großen Zahl bei der genommenen Dreufang-Probe, war sie nun völlig mit Würmchen bedeckt.
Zum Zweiten sonderten die Würmlinge gen Ende der Starre intensiv die Kristallmasse ab, die aus ihrer weiß-durchsichtigen Haut selbst kam. Die gesamte Lunge war nun davon überzogen, eingefasst wie eine prähistorische Mücke in Bernstein. Eine intakte Lunge wäre damit nun praktisch unfähig der Luftzufuhr und der Wirt wäre erstickt. Solange man das Gewebe magisch erhielt, blieben die Würmer aber fidel.

Kauwerkzeuge oder Ähnliches hatten die Würmer nicht. Sie schienen sich auch nicht von der Lunge oder Stimmbändern oder irgendetwas vom Wirt, was greifbar wäre, direkt zu ernähren. Sie waren einfach … da. Ausharrend und sich bei einer Aktion, die sie ausscheiden sollte, vermehrend.

Um Ungeziefer oder Parasiten wie diese zu vergrößern, bräuchte man vermutlich druidische Magie, die darauf besser ausgelegt war. Wie groß die dann würden, war aber auch fraglich. Es bedurfte schon viel Fingerspitzengefühl, um diese winzigen Würmer zu zerschneiden. Selbst ein Skalpell war dafür schon zu dick. Mittels magischer, feinster Fäden, die wie Licht waren, konnte es wohl möglich sein. Unbedingt nötig schien es aber nicht, da die Dinger selbst schon meistens durchsichtig bis leicht milchig waren, so dass man den Vorgang auch beobachten konnte. Der bernsteinfarbene Kristall wurde intern erzeugt, primär im Unterleib, um dann über die Haut abgesondert zu werden.
Magen oder komplexere Anatomie fand man nicht.

Ein einfaches Magie-Bannen hatte keinen Erfolg, die Irreführung zu zerstreuen. Ob man sie anders loswerden konnte, stand natürlich noch im Raum.

Lueith kam in die Kammer, in der Gwynnestriï gebettet lag. Die elfische Schwester sah noch schlimmer aus als bei ihrem letzten Besuch. Die Haut vom gesamten Oberkörper ausgreifend bis ins Gesicht, die Arme war brüchig, wie aufgespanntes Pergament. Mittlerweile lag sie aufgebahrt in einem Kristallsarg, der sie in eine Art Stasis versetzt hatte. Von der Königin selbst gewebte Magie, um ihre Freundin bis zur Findung einer Heilung zu erhalten. Ihr Zustand hatte sich nach der Abreise von Lueith und Dreufang, als sie ganz andere Probleme begonnen hatten anzugehen, die Mîrhaven heimgesucht hatten, so sehr verschlechtert, dass dies der letzte Ausweg gewesen war. Soweit fortgeschritten war eine Feder womöglich nicht genug. Aber darüber konnte man sich noch Gedanken machen.
Die Seldarelle und Edrahíl zeigten sich jedenfalls sehr dankbar, dass die Botschafterin keine Mühen gescheut hatte.
Als sich die violette Kammfeder auf die Brust der Elfenkönigin legte, hustete sie in einem letzten Aufbäumen die Kristalle ab. Kurz musste sie gestützt werden, aber dann legte sich die feurige Erlösung über ihre Lunge, ihre Stimme … etwas heiser, aber befreit von dem unsichtbaren Kontrahenten.
Das Feuer mochte auch in ihren Augen stehen, als hätte die Phönixflamme dort einen ewigen Nistplatz erhalten. Das Volk würde niemals aufgeben. Gestärkt würde sie den Kurs beibehalten bis man eine Heilung für die breite Masse gefunden hatte. Einer war nicht wichtiger als die Gemeinschaft. Aber in Anbetracht der Fey'ri Unterwanderung, brauchten sie ein starkes Oberhaupt. So viel war klar. Wenn der elfische Lebensweg zerbrechen sollte, würde das Volk zerbrechen.

Bei den übrigen Federn würde man überlegen. Wollte man zwei für die Stasis-Druidin aufgeben? Die Seldarelle war zerrissen. Ihr war ihre Freundin viel wert. Aber konnte man das Leben so aufwiegen?
Eine würde in jedem Falle Ilthaar erhalten, auch wenn der Druide zeitweise verschwunden war. Er hatte viel wichtige Vorarbeit geleistet und womöglich suchte er in Einkehr nach einem Weg der Heilung.

Für den Plan, der auch breite Massen erreichen konnte, wurde der dafür aufzustellenden Gruppe zugesichert, dass sie Ressourcen bereit bestellt bekämen, die sie benannten. Es war zu wichtig, dass sie Erfolg hatten, als dass man sie auf sich allein gestellt ließe.

Aria stieß auf viele schuppige Vertreter. Drachenartige, Naga, Werschlangen … wenn sie sich aber eben an den Phönix als eines Champions des Guten an-sich hielt, so würde sie über kurz oder lang über sagenhafte, schier unsterbliche Schlangen stolpern. Couatl. Gefiederte Ebenenreisende, die das Gute und die Ordnung des Kosmos erhielten. Und ab und wann, wie man sagt, in Gestalt von Sterblichen unter ihnen wandeln, um ein Größeres Gutes zu bewirken.
Ihre Schuppen sollen angeblich die Kraft haben, Zaubern schwieriger zu widerstehen. Zu viele als Material hatte sie darin nicht, es waren kleine. Aber wenn man die zusammenkratzte, war es sicher denkbar, dass sie der Bardenmagie den nötigen Nachdruck verliehen.
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